Gedicht

Ach du bist es bloß

Hallo Einsamkeit ich renne
vor dir weg weis nicht wohin
leere Räume mich umgeben
in dir find ich keinen Sinn

Du möchtest mich stets belehren
und sobald es wird zu tief
falle, stürze ins begehren
so wirst du ganz schnell passiv

Manchmal kann dich nicht erkennen
spüre nur den intense Schmerz
versuch ihn dann zu benennen
diesen Stich ins offne Herz

Während ich da so eintauche
wird mir plötzlich alles klar
Einsamkeit du bist warst
ja schon immer für mich da

Ich fühle mich verbunden

Denn wir haben den Mut über uns selbst zu lachen
um zu schaun ab wann es weh tut
und mit dir an der Seite sind Grenzen
vergangene Flut

deine Augen sie sprechen mir Bände
und erzählen Geschichte
so wunderschön klar mir entgegen funkeln
ohne jegliche Dichte

du stehst einfach da und bist
was in dir passiert ist ein tobendes Meer
und ich sitzte beobachte lese
diese ganze Fülle voll Leer

deine Lippen sie Formen ein Lächeln,
ein Unmut, ein Begehren, ein Zweifel
während dein Charm dabei zu bestechen
den Gipfel, den Scheitel, den Kreisel

und so sinke ich tief in die Umarmung
es sind keine Worte von Nöten
jeder unnötige Satz verschliesst bloß
die still, weit geöffneten Pforten


und denke ich an diese Begegnung
ein Lächeln mir im Gesicht bleibt stehen
so unperfekt wir zwei Waldgeister
sind unwissend einander geschehen

Wenn ein Teil langsam stirbt

So vieles tragen wir mit uns rum
und so vieles ist schwer kaum zu heben
unendliche Kräfte kommen ins Spiel
wenn die inneren Mächte beben

Manchmal ist sie nicht zu erahnen
die innere Schlacht leise tobt
es ist wie ein heimlich Verfahren
dass versunken in sich weder schelt noch lobt

Und so kommt der Prozess an sein Ende
in Leichtigkeit schwere Geburt
klatscht an die Wand und bleibt dort Legende
befestigt mit einem ledernen Gurt

Danke für deine Hand

Im Herzen mein Meister
bist mir Gnade und Lohn
hast du verlassen so früh
deinen irdischen Thron

Deine Taten gestreut im Land
hast du gerne mit Liebe
manchmal hart manchmal sanft
deine ehrlich, weisen Hiebe

Wer die Wahrheit nicht will
wird sie erstmal verdrängen
doch wenn der Samen erst steckt
gibt es kein wegrennen

In tiefer Verbundenheit
ohne zu viel Wort
hast begleitet und aufgefangen
und still mich gehört

Meine Dankbarkeit
schicke raus soll dich ehren
und die Traurigkeit
darf mir einige Tränen entbehren

Schlicht

Wenn Dinge kommen
um dann wieder zu gehen
wenn ich verstehe
um dann doch nichts zu verstehen
wenn vor meinen Augen
alles sich windet
dann weis ich dass
mein Hochmut langsam verschwindet

Wenn ich denke dass ich angekommen bin
doch ganz hinten stehe
wenn ich Laugenbrezeln will
und von Sesam erzähle
wenn genug Verletzung mich malträtierte
so dass ich Hingabe und Weichheit kapierte
dann weis ich dass die nächste Stufe erreicht
und was da kommt wird wieder nicht leicht

Wenn es in mir schreit
doch kein Ton aus mir kommt
wenn meine Schulter zerreisst
doch ich bin es gewohnt
wenn meine Tränen
nur noch aus Luft bestehen
und ich denke dass Nichts und Niemand
wird mich jemals verstehen

Dann bin ich am Leben
und steh mitten drin
erkenne das Wesen
dass ich war das ich bin
um wahrhaftig
mich selbst anzufühlen
und mit der eigen Liebe
mich durch zu spülen

Immunsystem stärken ??

Das mit der Gesundheit dass ist so ne Sache
denn wenn ich dafür rein gar nichts mache
wird sie sich nicht auf die Beine stellen
und nicht den Weg der Genesung wählen

Möchte Mensch sein Immunsystem
verbessern doch ist zu bequem
ist jeder Gedanke hier vergeblich
Motivation hingegen sehr erstreblich

Viel zu einfach ist es Fastfood sich zu kaufen
sinnlos jeden Abend einen anzusaufen
Zucker, Chips und all die ungesunden Sachen
die uns wirklich grosse Freude machen

Dann versacken wir einfach am Computer
da so sitzend wird man immer müder
schon ist es vergessen dass der Wald gerufen
und man schleppt sich hoch ins Bett die letzten Treppenstufen

Tage gehn vorbei es wird nichts passieren
Mensch sitzt in dem Brei will es nicht kapieren
dabei wärs so einfach etwas zu verändern
ist nicht seine Stärke, Mensch lieber am schlendern

Fertig ist der BonsaiMensch

Wer sehen will was oben ist
bereite sich Treppen zu laufen
ohne den Willen zu verstehen
bleibt nur sich ewig zu besaufen

Wer aus nem Baum ein Bonsai züchtet
spielt machtvoll einen Kampf
natürlich Wachstum unterdrücken
der hier Liebe zum Leben braucht

Klein halten ist die Essenz
um selber gross zu stehen
und wie ein Märtyrer
dem Niederen die Saht zu sähen

Und ernten wird das Fussvolk
nur dass was Meister gibt
so dankbar nimmt es blind
was da am Boden liegt

Doch viel zu schade ist das Leben
um da am Boden rum zu kriechen
sich all dem zu ergeben
und vor sich her zu siechen

Wie wäre es mal auszubuddeln
was da der Führer hat gesät
es näher zu ergründen
bevor Frucht wächst und es zu spät

Kritisches Auge

Ist das kritische Auge eingeschlafen
jede Information wird geschluckt
Ist Intuition und das dritte Auge
aus dem Leben der Menschen entrückt

Sind Gewohnheiten Gift für Entwicklung
bleibt Mensch stehn bewegt sich nicht mehr
wird Opfer eigner Verwicklung
wie das Tuch auf dem Kopf des Mädchens Vermeer

Eingewickelt im goldenen Netz
läuft die Show einfach ab wird geschluckt
das Auge kommt nicht mehr hinterher
weil das Feld zu viele Informationen ausspuckt

Karussell dreht lustig im Kopf seine runden
Schwindel und Übelkeit stehn auf dem Plan
keines Wegs ist damit schon alles überwunden
denn das Sahnehäubchen kommt als letztes dran

Und das Ende scheint in weiten Fernen
lohnt sich die Treppen zu gehen
mit dem Kopf ganz weit in die Sternen
Perspektive wechseln und nochmals drauf sehen

Gar nicht mehr soviel hin hören
was die anderen haben zu sagen
sondern sich wagen ins Urvertrauen
und alle Zweifel zerschlagen

Heilige Neugier  

Meine heilige Neugier
ich schätze dich
in so viele Abgründe
sind wir gestürzt
oft sind wir
in die Wege gestolpert
jene schon zu beginn
hatten komischen Duft

Durch dunkle Tiefen
sind wir geschwommen
du bist immer stärker
als jegliche Angst
ich bin von dir
betäubt und benommen
weil du mit mir bedingungslos
die aller skurrilsten Tänze tanzt

Manchmal bist du
gesättigt und gehst
sobald dein Ziel
ist erreicht
ich finde mich wieder
in Situationen
die mir versprechen
dass wird jetzt nicht leicht

Und jedesmal mutig
fasse mein Herz
um die weiteren
Schritte zu gehen
ich stolpere, falle
weine und lache
tief in mir wissend
ich werd es bestehen

Meine heilige Neugier
ich danke dir
dass du so kraftvoll
in mir präsent
mich durch mein Leben
so treu begleitest
und all meine Ausreden
als solches erkennst

Im Glauben an den Glauben

Wenn ich sage dass ich glaube
meine ich nicht Religion

tief in mir mein Urvertrauen
ist ne eigene Passion

Nehme mich bei meinen Händen
tanze absichtslosen Tanz
ohne Glauben zu verschwenden
still und ganz in Resonanz

Wenn ich loslasse und falle
doch im Herzen gläubig bin
dass der Aufprall keine Falle
sondern stets ein Zugewinn

Wird mich meine Welt umarmen
grauer Film löst auf, wird klar
dass ich bin mein eigner Rahmen
Grenzenlos wird plötzlich wahr

Es lässt sich verwandeln

Die Maskenparade
zur jederzeit Handlung
bestimmt das Grade

In Händen da liegt
die Entscheidung verborgen
es geht nicht um Sieg
mehr um ein friedliches morgen

Zeit ist das schönste
geschenk an die Welt
da es Mensch weckt
so dass er Schönheit erkennt

Die Schönheit im sein
wenn Stille sich nimmt
dass was so klein
im Herzen beginnt

WACHstum —> Wach und stum(m)

 Und wenn ein Teil die Flügel weitet
ohne zu erfragen
sich von dem Menschen abspaltet
und lässt vom Wind sich tragen

Und wenn ein funken Wärme
das Herz plötzlich berührt
und alle die Gedärme
zum heilen Ursprung führt

Und wenn Konversation
einseitig ist am Brüllen
kann sich das Gegenüber
im Anderen anfüllen

Und wenn die Stille uns umhüllt
nur noch Energie fliesst
dann ist das Schweigen so gesund
dass es in Fülle sich ergiesst

Und wenn die Leere lehrt
das Einsamkeit uns nicht boniert
sondern im Gegenteil
Leichtigkeit akzeptiert

So wurde WACHstum aktiviert
und geht durch Mensch spazieren
angstlos Geliebtes er verliert
um Neues zu probieren

In Ehren

Ich ehre die kleinen Schritte
den niedrigen Cent
und das leichte Gefühl

Ich ehre die demütig Bitte
das halbe Glas Wasser
eine verkratze Vinyl

In ehren sei sanfte Berührung
ohne zu greifen
ohne zu wollen

In ehren sei die feine Genesung
ohne ein brauchen
ohne ein sollen

Ehrenvoll sehe die Details
die zur Gesundheit mich führen
Ehrenvoll weis es zu schätzen
winzige Veränderungen zu spüren

Ehrenvoll nehme ich an
alles was du hast zu sagen
Ehrenvoll will ich die Eierschale
an den Fluss des Lebens hin tragen

In Ehren

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